Work and Travel Tour nach Italia

Workation am Finibus Terrae.

Obwohl ich ein großer Fan von Remote Work bin, ist bei mir im Homeoffice natürlich auch nicht immer alles Happy Kirsch. Vor allem während der Wintermonate, wenn die Tage kurz sind, das Licht knapp wird und die Motivation gelegentlich gleich mit in den Winterschlaf geht.

Die Alternative, die ich testen wollte, hört auf das inzwischen recht inflationär verwendete Buzzword „Workation“. Die Idee dahinter ist simpel: Arbeiten dort, wo andere Urlaub machen.

Unsere Wahl fällt auf Süditalien. Genauer gesagt auf das Salento. Ganz unten am Absatz des italienischen Stiefels. Am sogenannten „Finibus Terrae“, dem Ende der Welt.

Fünf Wochen Arbeiten, Leben und Reisen. Mit Laptop, Fahrrädern, Kamera, Drohne und einer gehörigen Portion Neugier.
Ob das funktioniert? Das werden wir herausfinden.

Workation Salento Lecce Work&Travel Salento Italia workation

April 2024

Unsere Highlights im Salento
Falls du nur wenig Zeit hast, würden wir diese Orte und Erlebnisse besonders empfehlen:
* Vieste und die Küste des Gargano
* Castel del Monte
* Otranto und das Bodenmosaik der Kathedrale
* Aperitivo mit Beilagen in Tricase Porto
* Piscina Naturale di Marina Serra
* Gallipoli im Sonnenuntergang
* Punta della Suina im Frühling
* Wanderung auf dem Sentiero delle Cipolliane
* Santa Maria di Leuca
* Due Sorelle bei Torre dell’Orso
* Lecce und der Barocco Leccese
* Presicce und die unterirdischen Ölmühlen
* Alberobello

Von Eglisau über Bologna nach Apulien

Wir beginnen unsere Reise mit einem Zwischenstopp in der Schweiz. Genauer gesagt im bilderbuchartigen Eglisau im Zürcher Weinland. Der kleine Ort schmiegt sich an den Rhein, Fachwerkhäuser spiegeln sich im Wasser und zwischen den Weinbergen scheint die Welt noch angenehm überschaubar zu sein. Fast wirkt alles ein wenig zu ordentlich. Wie eine Filmkulisse, in der gleich jemand „Und bitte!“ ruft.

Von dort geht es weiter Richtung Italien. Bologna empfängt uns mit Regen. Eigentlich kein Problem, denn Bologna ist auch bei schlechtem Wetter schön. Die berühmten Arkadengänge schützen zuverlässig vor den Schauern und verleihen der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre. Das warme Rot der Fassaden leuchtet selbst unter grauem Himmel und die Menschen sitzen stoisch in Cafés, als gäbe es gar kein schlechtes Wetter.

Quer durch die Emilia-Romagna und die Marken fahren wir weiter Richtung Süden. Entlang der Adriaküste begleitet uns Starkwind und Dauerregen. Die weiten Felder und Wiesen unter dem düsteren Himmel erinnern stellenweise eher an Dithmarschen als an Italien.

Je weiter wir fahren, desto mehr beginnt die Landschaft sich zu verändern. Die Hügel werden sanfter. Die Vegetation grüner. Die Straßen leerer. Und dann passiert etwas, das sich während dieser Reise noch häufiger wiederholen wird. Genau dann, wenn man beginnt zu glauben, dass der Tag nun endgültig grau bleibt, öffnet Italien plötzlich den Vorhang. Am Abend reißt der Himmel auf. Die tiefstehende Sonne taucht die Landschaft in dunstiges Licht. Vor uns erhebt sich das wildgrüne Küstengebirge des Gargano. Hinter den letzten Hügeln wartet unser erstes Etappenziel. Vieste.

 

Drei Tage in Vieste

Als wir im Dunkeln durch die engen Gassen des kleinen Küstenortes rollten, ahnten wir noch nicht, dass uns dieser ehemalige Fischerort gleich zu Beginn der Reise so schwer machen würde, ihn wieder zu verlassen.

Am nächsten Morgen zeigt sich Vieste von seiner besten Seite. Die Altstadt sitzt auf dem Felsen über dem Meer wie eine etwas eigensinnige alte Dame, die weiß, dass sie noch immer gut aussieht.

Spätestens hier wird mir klar, wie gut die Idee war, die Fahrräder mitzunehmen. Sie erweitern den Bewegungsradius enorm. Und überhaupt scheinen die Italiener eine besondere Beziehung zu Fahrrädern zu haben. Als wir später unsere Bikes vom Autodach heben, beobachten uns mehrere Nachbarn mit einer Aufmerksamkeit, als würden wir einen Formel-1-Wagen vorbereiten.

Wir erkunden die Altstadt, rollen entlang der Küste, entdecken Strände, kleine Cafés und die berühmten Trabucci. Diese eigentümlichen hölzernen Fischfangkonstruktionen stehen wie riesige Spinnenbeine auf den Felsen und erinnern daran, dass Vieste einst vor allem ein Fischerort war.

 

Auf den Klippen des Gargano

Heute bleiben die Fahrräder stehen, denn wir wollen wandern. Die kurvenreiche Küstenstraße schlängelt sich hoch über dem Meer entlang der Steilküste des Gargano. Hinter jeder Kurve öffnet sich eine neue Perspektive. Mal fällt der Blick auf kleine Buchten, mal auf schroffe Felsen, mal auf das endlose Blau der Adria. Eigentlich wollen wir Strecke machen. Tatsächlich bleiben wir alle paar Minuten stehen.
Der Sentiero Natura Mergoli-Vignanotica führt entlang der Klippen hinunter zum berühmten Strand von Vignanotica. Schon der Weg dorthin lohnt die Fahrt. Tief unter uns leuchtet das Meer in unzähligen Blau-, Grün- und Türkistönen.
Zwar ist Mittagslicht für Fotografen normalerweise ungefähr so beliebt wie Gegenwind beim Radfahren. Trotzdem zaubert die Sonne auf die kalkweißen Klippen von Vignanotica Farben, die jede Regel der Landschaftsfotografie für einen Moment vergessen lassen und die Farben wirken trotzdem wirken fast übertrieben. Als hätte jemand den Sättigungsregler zu weit aufgedreht.

Es geht los und das auto ist gepackt für Work 6 Travel in Italien

Das Auto ist gepackt, die Räder auf dem Dach. Bei winterlichem Wettergeht es los in den sonnigen Süden!

Die altstadtgassen von vieste laden zum Bummeln und genießen ein. Hier wird jedes Deail mit Liebe gepfelgt.

Quintessencia Charme 

Neptun vor der Sala Rossa

Architiello of San Felice

Klippen-von-vignanotica

Die weißen Kalkklippen von Vignanotica

Castel del Monte Turm

Friedrichs Hochposten über das Land: Vom Castell del Monte blickt man bis zur Küste

Zwischenstopp im Schatten Friedrichs II.

Drei Tage später heißt es Abschied nehmen. Schweren Herzens verlassen wir Vieste. Die hübsche Altstadt, das Kastell, die kleinen Cafés und Bars und die entspannte Atmosphäre waren ein ziemlich gelungener Einstieg in das italienische Leben. Ein wenig traurig verabschieden wir uns auch von unserem Zimmer im Quintessenza Charme Rooms und vor allem von unserer charmanten Gastgeberin, die uns ein letztes Mal mit ihrem grandiosen Frühstück auf der Dachterrasse mit Meerblick verwöhnt.

Nach einem letzten Hausbrand-Caffè rollen wir los. Eines aber steht schon jetzt fest. Wir kommen wieder.

Der grüne Gargano bleibt hinter uns zurück. Vor uns liegen die Ebenen Apuliens. Kurz vor Bari wartet jedoch noch ein Ort, der jede Pause rechtfertigt: Castel del Monte.

Schon von Weitem wirkt die Festung seltsam. Nicht nur wegen ihrer imposanten Größe, sondern wegen ihrer Perfektion. Acht Ecken. Acht Türme. Präzise Symmetrie. Fast wirkt das Bauwerk wie eine mathematische Idee, die jemand versehentlich aus Stein gebaut hat. Während wir durch die Räume streifen und mehr über Friedrich II. erfahren, drängt sich mir immer wieder derselbe Gedanke auf: Das hier ist irgendwie die italienische Version von Stonehenge. Nur deutlich massiver!
Als wir später wieder ins Auto steigen und die letzten Kilometer Richtung Salento zurücklegen, taucht Gagliano del Capo schließlich im warmen Abendlicht vor uns auf. Für die nächsten Wochen unser Zuhause.

Castel del Monte aus der Ferne

Das Castell del Monte

Castel del Monte Turm

Massive Trutzburg

 Ankommen in Gagliano del Capo

Als wir den Schlüssel im Schloss unseres kleinen Dorfhauses umdrehen, sind wir gespannt. Ist es wirklich so schön wie auf den Bildern? Kann man hier vernünftig arbeiten? Ist die Dachterrasse tatsächlich so groß? Und wie bequem ist eigentlich das Bett?
Am nächsten Morgen kennen wir die Antworten.
Ja. Ja. Ja. Und ebenfalls ja.

Das Haus im typischen salentinischen Stil mit Kreuzgewölbe-Decke ist sehr gemütlich, liebevoll eingerichtet und perfekt ausgeleuchtet (überhaupt haben die Italiener scheinbar einen Faible für Beleuchtung). Trotz der zentralen Lage ist es auch erstaunlich ruhig. Vor allem aber besitzt es etwas, das in den kommenden Wochen zu unserem Lieblingsplatz werden wird: eine Dachterrasse. Genauer gesagt sogar zwei. Von hier reicht der Blick über die Dächer des Dorfes bis zum Meer. An klaren Tagen sogar bis zu den Bergen Albaniens. Ein ziemlich beeindruckender Arbeitsplatz.

Dachterrasse, Kirchenglocken und Feierabendrunde

Schon nach wenigen Tagen stellt sich eine Routine ein. Eine jener Routinen, die man zuhause vermutlich nie entwickeln würde.
Der Tag beginnt meist auf der oberen Dachterrasse. Ein wenig Sport. Etwas Yoga. Morgensonne. Danach wird der Rechner hochgefahren. Inzwischen sitzen wir beide auf der unteren Terrasse unter einem Strohdach. Von unserem improvisierten Büro blicken wir direkt bis zum Meer. Wenn die Sicht besonders klar ist, zeichnen sich am Horizont sogar die Berge Albaniens ab.

Mittags übernehmen die Kirchenglocken zuverlässig die Rolle der Stechuhr. Kaum erklingen sie, beginnt sich das Dorf zu bewegen. Menschen tauchen auf den Straßen auf. Geschäfte öffnen oder schließen. Irgendwo wird diskutiert, gelacht oder eingekauft.
Zeit für Mittagspause. Eine Tradition, die die Italiener deutlich besser beherrschen als wir. Also übernehmen wir sie kurzerhand. Mal mit einem Caffè Leccese. Mal mit einem Spritz. Manchmal auch mit einem kurzen Abstecher ans Meer. Nicht die schlechteste Form von Produktivitätssteigerung.
Gegen 16 oder 17 Uhr endet der Arbeitstag. Dann beginnt der zweite Teil des Tages. Die Küstenstraßen des Salento haben dabei eine interessante Definition von „leicht hügelig“. Es geht eigentlich permanent bergauf oder bergab. Dazwischen liegen Olivenhaine, Trockenmauern, kleine Trulli und immer wieder das Meer.
Fitnessstudio braucht hier niemand. Dafür gibt es Licht. Dieses warme, goldene Abendlicht, das die Landschaft weichzeichnet und jeden Olivenbaum aussehen lässt, als hätte er eine Hauptrolle in einem italienischen Autorenfilm bekommen.
Und genau in diesen Momenten beginnt sich langsam ein Verdacht zu bestätigen.
Vielleicht funktioniert diese Workation-Idee tatsächlich.

Unser Büro

Salentinisches Wochenende

Nach der ersten Arbeitswoche lernen wir das italienische Wochenende kennen. Es beginnt auf dem Wochenmarkt. Zwischen Bergen von Gemüse, Obst und Kräutern lassen wir uns treiben und sammeln Ideen für die nächsten Abendessen. Das Angebot ist beeindruckend. Artischocken, Saubohnen, wilde Kräuter, Tomaten in allen Formen und Farben und natürlich unzählige Varianten von Käse und Oliven.
Danach gönnen wir uns eine Pause in der Ritrovo Bar direkt am Marktgeschehen.
Nachmittags zieht es uns nach Tricase Porto. Hier scheint sich am Wochenende halb Salento zu treffen. Familien flanieren entlang des Hafens, Jugendliche sitzen auf Mauern, Kinder springen ins Wasser und überall wird diskutiert, gelacht und gegessen. Wir mischen uns unter das Sehen und Gesehenwerden und gönnen uns einen Aperitivo con Degustazione im Mename. Von unserem Platz aus beobachten wir das bunte Treiben im Hafen.

Später suchen wir uns, wie alle anderen auch, einen Platz auf der Mauer des alten Hafenbeckens. Von hier springen die Einheimischen scheinbar mühelos ins türkisblaue Wasser. Vollgetankt mit Sonne, Meeresluft und italienischem Wochenendleben rollen wir später entlang der Küstenstraße zurück nach Hause, wo ein Tagliata di Manzo mit Artischocken auf uns wartet. Alles in allem ein gelungener Wochenendauftakt im Salento. Getreu dem Motto: „When in Salento do as the Salentini do.”

Workation Tips Tricks in Apulien

Morgentliches Workout

Tricase Port

Das alte Hafenbecken von Tricase – der perfekte Meerwasserpool!

Tricase Port

Olivenhaine im Abendlicht – ein echtes Highlight 

 

Salentinisches Wochenende

Nach der ersten Arbeitswoche lernen wir das italienische Wochenende kennen. Es beginnt auf dem Wochenmarkt. Zwischen Bergen von Gemüse, Obst und Kräutern lassen wir uns treiben und sammeln Ideen für die nächsten Abendessen. Das Angebot ist beeindruckend. Artischocken, Saubohnen, wilde Kräuter, Tomaten in allen Formen und Farben und natürlich unzählige Varianten von Käse und Oliven. Danach gönnen wir uns eine Pause in der Ritrovo Bar direkt am Marktgeschehen.

Nachmittags zieht es uns nach Tricase Porto. Hier scheint sich am Wochenende halb Salento zu treffen. Familien flanieren entlang des Hafens, Jugendliche sitzen auf Mauern, Kinder springen ins Wasser und überall wird diskutiert, gelacht und gegessen. Wir mischen uns unter das Sehen und Gesehenwerden und gönnen uns einen Aperitivo con Degustazione im Mename. Von unserem Platz aus beobachten wir das bunte Treiben im Hafen.

Später suchen wir uns, wie alle anderen auch, einen Platz auf der Mauer des alten Hafenbeckens. Von hier springen die Einheimischen scheinbar mühelos ins türkisblaue Wasser. Vollgetankt mit Sonne, Meeresluft und italienischem Wochenendleben rollen wir später entlang der Küstenstraße zurück nach Hause, wo ein Tagliata di Manzo mit Artischocken auf uns wartet. Alles in allem ein gelungener Wochenendauftakt im Salento. Getreu dem Motto: „When in Salento do as the Salentini do.“ …

Picina Naturale in Marina Serra

Nicht nur von oben wie ein Edelstein: Picina Naturale in Marina Serra

Wandern auf dem Sentiero delle Cipolliane

Ud wieder ist eine Woche fast schon um! Da es am Wochenende an den Küsten oft voll wird machen wir kurzerhand schon am Freitag blau. Heute wird gewandert.

Direkt von unserem Haus aus laufen wir durch die malerische Ciolo-Schlucht hinunter Richtung Meer und folgen anschließend dem Sentiero delle Cipolliane nach Norden. Zu dieser Jahreszeit beginnt hier alles zu blühen. Die Natur schenkt uns prachtvolle Farbkombinationen aus kräftigen Grüntönen, blauem Meer und den bunten Farben der Blumen. Gelbe Margariten, roter Mohn, blaue Hyazinthen, rosa Hundswurz, lila Feldgladiolen und weißer Bärenklau säumen den Weg. Dazu duften blühende Klebsamenbüsche, Pinien, Zypressen und die Kräuter der Macchia. Zusammen mit der salzigen Seeluft ergibt das ein Parfum, das man gerne mit nach Hause nehmen würde.

Mittags erreichen wir Marina di Novaglie, wo ich meine inzwischen heißgelaufenen Füße mit einem Sprung ins eiskalte Meer abkühle. Hmmm. Phantastisch.
Nach der Pause beschließen wir, uns den letzten Abschnitt entlang der Küstenstraße zu sparen und stattdessen direkt den Rückweg anzutreten. Unterwegs lockt noch eine beindruckende Höhle die Grotte de Cipolliane und später noch einsamer Trullo, der zu einem kleinen Rundflug mit der Drohne verlockt. Und bevor wir den steilen Anstieg zurück ins Dorf in Angriff nehmen, stärken wir uns noch an der Bar L’Incanto oberhalb der Ciolo-Bucht.

Endlich zuhause machen wir uns dann über unsere selbst geschmierten Sandwiches her. Die hatten wir nämlich im Kühlschrank vergessen …

Mosaik in Otranto

Mit dem Fahrrad die Küste rauf und runter 

Mosaik in Otranto

Wandern entlang der Küste

Otranto und die Geschichten der Jahrhunderte

Am Sonntag fahren wir dann nach Otranto. Diese Stadt war einst so bedeutend, dass sogar die gesamte Region nach ihr benannt wurde: Terra d’Otranto. Schon beim ersten Spaziergang wird deutlich, warum.
Mykener, Messapier, Griechen, Römer, Byzantiner, Normannen, Staufer, Osmanen und Aragonesen. Sie alle haben hier Spuren hinterlassen.
Über der Altstadt wacht bis heute das mächtige Castello Aragonese. Die Festung prägt noch immer das Stadtbild und erinnert daran, wie umkämpft dieser Teil Italiens über Jahrhunderte hinweg war.
Besonders beeindruckt mich jedoch die Kathedrale Santa Maria Annunziata. Dort befindet sich eines der faszinierendsten Kunstwerke, die wir auf dieser Reise entdecken.

Das riesige Bodenmosaik des Mönchs Pantaleone aus dem 12. Jahrhundert zeigt biblische Geschichten, griechische Sagen, keltische Motive und Szenen aus dem alltäglichen Leben. Je länger man hinsieht, desto mehr Details entdeckt man. Es erinnert mich ein wenig an den rund dreihundert Jahre jüngeren „Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch. Natürlich ist der Kontext ein völlig anderer, aber die Fülle an Geschichten und Symbolen löst bei mir eine ganz ähnliche Faszination aus.

Später streifen wir durch die engen Gassen der Altstadt. Die Häuser werfen lange Schatten auf das Kopfsteinpflaster und die hellen Fassaden leuchten im Kontrast zum tiefblauen Himmel.
Irgendwann landen wir mit einer Puccia Salentina und einem Caffè Leccese auf einer kleinen Mauer und beobachten einfach das Treiben um uns herum. Manchmal reicht das völlig aus.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zum berühmten Bauxitsee. Ganz nett. Aber ehrlich gesagt haut er mich nicht wirklich vom Hocker. Viel beeindruckender finde ich die einsame Küstenstraße entlang der hohen Klippen Richtung Santa Cesarea Terme, bekannt für die grellbunten Neo-maurischen Bauten aus den 20 er Jahren. Hier oben wirkt die Küste rau, karg und fast ein wenig vergessen. Der Wind pfeift kräftig über die Felsen und zwingt uns schließlich dazu, die Aussicht lieber aus dem warmen Auto heraus zu genießen. Auch mal schön.

Tricase Port

Ottranto und das Castello Aragonese

Tricase Port

Bars & Cafes in Otranto

Mosaik in Otranto

Bodenmosaik des Mönchs Pantaleone aus dem 12. Jahrhundert

Tricase Port

Palazzo in Otranto

Punta della Suina

Auf dem Rückweg von Gallipoli haben wir schon diesen Ort für einen weiteren Ausflug ausgemacht: Den Strand bei der Punta della Ruine – die Schweinbucht. Dass wir im Frühling unterwegs sind, zeigt sich an vielen Orten.- aber hier ganz besonders: Die wunderschöne Bucht gilt als einer der beliebtesten Strände des Salento. Im Sommer dürfte hier vermutlich jeder freie Quadratzentimeter belegt sein. Jetzt hingegen sind wir zeitweise fast allein.
Der Lido hat noch geschlossen, der Parkplatz ebenfalls und so gehört uns der Strand für einige Momente beinahe ganz allein. Zwischen Pinien, hellem Sand und glasklarem Wasser entstehen einige schöne Luftaufnahmen der „Schweine” die sich im Wasser tummeln. Diese sind natürlich nicht echt, sondern aus Stein. Das macht den Ort so sehenswert. Vor allem aber genießen wir die seltene Gelegenheit, einen so bekannten Ort einmal ohne Menschenmassen zu erleben. 

Punta delle Suine

Kalè Polis

Nach ein paar Tagen arbeiten, genießen & entdecken machen wir einen weiteren Ausflug: Nach Gallipoli. Die charmante Hafenstadt liegt nur etwa eine halbe Stunde entfernt und eignet sich perfekt für einen spontanen Nachmittagsausflug. Der Name stammt übrigens nicht, wie man angesichts des Wappentiers vermuten könnte, vom Hahn, sondern vom griechischen „Kalè Polis“ – schöne Stadt. Und dieser Name ist durchaus passend.

Die Altstadt liegt auf einer Landzunge im Meer und wirkt von oben fast wie ein steinernes Schiff. Enge Gassen, alte Kirchen, kleine Plätze und eine mächtige Stadtmauer prägen das Bild.
Wir bummeln durch die Altstadt, werfen neugierige Blicke in Kirchen und Innenhöfe und landen schließlich dort, wo gefühlt jeder Besucher irgendwann landet: auf der Stadtmauer.

Mit einem Aperitivo in der Hand beobachten wir die langsam sinkende Sonne und schauen hinaus aufs Meer. Manchmal muss man gar nicht mehr machen.

Stadtstrand in Gallipoli

Die Auffahrt zu unserem Haus am Meer

Vom Dorfhaus in die Lima

Bergfest. Die erste Hälfte unserer Workation liegt hinter uns und inzwischen steht bereits der nächste Umzug an. Nach der Zeit als Dorfbewohner leben wir nun den Traum vom Haus am Meer.
Unsere weiße Lima thront direkt über den Klippen von Ciardo bei Santa Maria di Leuca, dem „Finibus Terrae“ von Italien. Und so leicht mir das Arbeiten auf der Dachterrasse des Casa di Emma von der Hand ging, so schwer erscheint es nun hier, bei dieser Aussicht. Geht doch der Blick in diesem Haus von fast jedem Winkel aufs Meer. Noch dazu spielt das Wetter perfekt mit.

Aber zum Glück ist Wochenende. Also verschieben wir sämtliche Gedanken an Produktivität auf Montag und genießen stattdessen erstmal unsere private Badestelle zwischen den Felsen direkt unterhalb des Hauses.

Über die etwas wackelige Treppe in den Klippen balancieren wir sogar unser Kajak nach unten und paddeln wenig später entlang der Küste zur nahegelegenen Grotta del Drago. Die Felsen leuchten in warmen Farben, das Wasser ist glasklar und irgendwo zwischen Meer, Klippen und Abendlicht wird uns bewusst, wie absurd privilegiert sich dieser Moment gerade anfühlt.

Am Abend versinkt die Sonne dann blutrot im Meer. Tatsächlich im Meer. Denn wir befinden uns nun auf der ionischen Seite des Stiefelabsatzes. Dort, wo die Sonne jeden Abend direkt im Wasser untergeht.
Der perfekte Platz für einen Aperitivo.

Das Altstadt Viertel Borgo Terra in Castrignano del Capo

Der perfekter Platz für einen Sundowner

Das Leben am Finibus Terrae

Die Küsten rund um Santa Maria di Leuca könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf der Adriaseite fällt das Land oft schroff und steil ins Meer ab. Auf der ionischen Seite werden die Formen weicher. Die Küste öffnet sich zu langen Sandbuchten und breiten Stränden. Besonders deutlich wird das bei Marina di Pescoluse. Die Strände werden hier nicht ohne Grund gerne als „Malediven des Salento“ bezeichnet. Zu dieser Jahreszeit wirken sie allerdings erstaunlich ruhig. Die Lidos sind noch geschlossen, viele Ferienhäuser stehen leer und statt dicht gedrängter Sonnenschirme finden wir weite Sandflächen, auf denen nur der Wind seine Spuren hinterlässt. Wir genießen die Ruhe und das Aroma von Sand, Salz und Meer.

Wenige Tage später zwingt uns eine Schlechtwetterfront mit Regen und eisigem Nordostwind vorübergehend ins Haus. Perfektes Arbeitswetter. Immerhin klart der Himmel meist gegen Abend wieder auf. Dann locken kleine Ausflüge in die Umgebung. Zum Beispiel nach Presicce, das mit seinen Barockbauten und den berühmten Frantoi Ipogei, den unterirdischen Ölmühlen, zu den schönsten Orten Italiens zählt.

Zwischen den alten Gebäuden wirkt die Zeit stellenweise, als wäre sie ein wenig langsamer unterwegs als anderswo. Oder man schwingt sich aufs Fahrrad und erkundet die verlassenen Täler und endlosen Olivenhaine im Hinterland.

Zum Tagesabschluss bietet sich dann ein Aperitivo in der beliebten Bar del Moro in San Gregorio an. Nicht nur wir schätzen den Blick aufs Meer. Auch die Einheimischen treffen sich hier gerne zum Spritz im Sonnenuntergang.

Santa Maria di Leuca

Lecce und das goldene Licht des Südens

Obwohl das Wetter eigentlich zu einem Badetag einlädt, entscheiden wir uns eines Morgens für einen Ausflug nach Lecce. Eine gute Entscheidung. Schon bei der Ankunft wird klar, warum Lecce häufig als „Florenz des Südens“ bezeichnet wird. Prächtige Kirchen, antike Ruinen, elegante Plätze und vor allem die Gebäude des berühmten Barocco Leccese prägen das Stadtbild. Wenn die Sonne auf den hellen Pietra Leccese fällt, entsteht jene goldene Atmosphäre, für die die Stadt berühmt ist. Im Kontrast zum tiefblauen Frühlingshimmel wirkt das Licht fast unwirklich.

Am meisten faszinieren mich jedoch die Überreste der Antike. Mitten in der Stadt liegen ein römisches Theater und ein gewaltiges Amphitheater, das einst bis zu 25.000 Zuschauer fasste. Während wir auf die alten Steine blicken, fühle ich mich plötzlich an Szenen aus Ridley Scotts „Gladiator“ erinnert. Unwillkürlich läuft mir ein kleiner Schauer über den Rücken. Oder liegt das vielleicht am Eis von Martinucci, das wir kurz zuvor auf der Piazza Sant’Oronzo gegessen haben? Egal. Hauptsache es schmeckt.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher nach Torre dell’Orso. Dort ragen die berühmten Due Sorelle aus dem Wasser. Im Abendlicht liegen die beiden badenden Schwestern aus Stein vor der Küste wie zwei Wächterinnen am Eingang zur Adria. Die „Karibik des Salento“ wirkt im Frühling erstaunlich einsam.Und ehrlich gesagt auch deutlich kühler, als der Name vermuten lässt.

Das römischee Amphitheater in Lecce

Was im Salento auf den Teller kommt

Am Mittelmeer kommt man an Fisch eigentlich nicht vorbei. Ich esse allerdings seit Anfang des Jahres keinen Fisch mehr. Die Auswirkungen der industriellen Fischerei auf Umwelt, Ökosysteme und Artenvielfalt haben mir die Entscheidung irgendwann leicht gemacht. Das macht das Leben im Salento nicht unbedingt einfacher. Schließlich reiht sich hier ein Fischrestaurant an das nächste. Für mich wird das zum Anlass, italienisch zu kochen. Und dafür gibt es wohl kaum einen besseren Ort.

Das Angebot auf den Wochenmärkten ist überwältigend. Lila Artischocken, kugelrunde Auberginen, wilder Chicorée, knackige Saubohnen, Cime di Rapa, Datterino-Tomaten und dazu Mozzarella, Fior di Latte, Burrata oder Stracciatella.
Ein Fest für den Gaumen. Hinzu kommen die kleinen Läden in den Dörfern, die frische Pucce anbieten, die typischen salentinischen Sandwiches.

Auf den Tisch kommen bei uns meist einfache Gerichte der süditalienischen Küche. Viel Olivenöl. Knoblauch. Peperoncino. Pasta. Gemüse. Parmesankäse. Dazu natürlich Pizza. Und Pasticceria. Und Caffè Leccese. Und Gebäck mit Pistaziencreme. Man muss schließlich Prioritäten setzen.

Rückblickend war die Wahl der Unterkünfte deshalb ein wichtiger Faktor. Für uns waren stabiles WLAN, eine gute Küche und beheizbare Räume mindestens genauso wichtig wie die Aussicht. Mit dem Dorfhaus und später der Lima haben wir dabei offenbar alles richtig gemacht.

Architektur als Zeitmaschine

Zugegeben. Ich bin keine Architektin. Trotzdem hat mich die Architektur Apuliens tief beeindruckt.Wie ein Fenster in eine andere Zeit erzählen die Gebäude hier vom Aufstieg und Fall ganzer Kulturen. Selbst in den kleinsten Dörfern tauchen plötzlich Bauwerke auf, die wirken, als seien sie versehentlich aus mehreren Jahrhunderten hierher versetzt worden.

Aus dem Schatten neuer Häuser tritt dann eine griechische Basilika hervor. Hinter der nächsten Ecke wartet ein normannischer Wehrturm. Wenige Straßen weiter eine barocke Kirche oder ein verfallener Palazzo.

Die Region gleicht einer Zeitreise durch die Geschichte des Mittelmeerraums. Von der Antike über Romanik, Gotik und Renaissance bis zum Barock. Von Griechen, Römern und Normannen bis zu Türken, Spaniern und Franzosen. Nicht immer verlief diese Geschichte friedlich. Im Gegenteil. Vieles wurde erobert, zerstört und wieder aufgebaut. Doch aus heutiger Sicht entstand daraus ein kulturelles Mosaik, das erstaunlich harmonisch wirkt. Die Gebäude haben überlebt. Viele ihrer Erbauer nicht. Und genau dieser Gedanke begleitet mich immer wieder, wenn wir durch die alten Ortskerne streifen. Was bleibt, sind die Geschichten. Und eine Kultur, die reicher kaum sein könnte.

Arrivederci Salento

Nach fünf Wochen ist es schließlich so weit. Wir müssen zurück. Die große Frage lautet nun: Welche Route nehmen wir? Wieder entlang der Adriaküste? Quer durch Italien? Über Rom? Oder doch durch die Berge? Wir beschließen, uns nicht allzu viele Gedanken zu machen. Erst einmal fahren wir Richtung Alberobello. Danach sehen wir weiter

Der gestiefelte Kater in Alberobello

Schlumpfhausen in Apulien

In Alberobello fühlt man sich ein wenig wie in einer Filmkulisse. Die dicht stehenden Trulli erinnern mich spontan an Schlumpfhausen. Und die Geschichte des Ortes wiederum an ein bestimmtes Dorf in Gallien, das sich erfolgreich gegen die Obrigkeit zur Wehr setzte. Ganz schön schlau, oder?

Tatsächlich entstand die besondere Bauweise auch aus sehr praktischen Gründen. Die Häuser konnten vergleichsweise schnell wieder abgebaut werden, falls der königliche Steuereintreiber auftauchte. Eine kreative Form der Steueroptimierung, die offenbar hervorragend funktionierte.

Heute bilden mehr als tausend Trulli eine kleine Stadt. Weiß getünchte Fassaden, kegelförmige Dächer, geheimnisvolle Symbole und unzählige Besucher prägen das Bild. Teilweise fühlt sich Alberobello tatsächlich ein wenig wie Disneyworld an. Influencer posieren vor jahrhundertealten Mauern, Reisegruppen schieben sich durch die Gassen und Souvenirläden verkaufen alles, was irgendwie auf ein Trulli-Dach passt. Trotzdem gelingt es uns, einige ruhigere Ecken zu entdecken. Und während die meisten Besucher mittags in Restaurants verschwinden, steigen wir noch einmal mit der Drohne auf und werfen einen letzten Blick auf diese eigentümliche Stadt.

Eine Nacht bei Pescara

Eigentlich wollen wir Strecke machen. Tatsächlich schaffen wir es nur bis Pescara. Nach kurzer Airbnb-Suche landen wir im Parco dei Poeti. Erst bei der Einfahrt stellen wir fest, dass unsere Unterkunft gleichzeitig Eventlocation ist. Es wird gefeiert. Ausgiebig. Damit hatten wir nicht gerechnet. Doch wir werden äußerst herzlich von Cassandra empfangen, die uns kurzerhand noch einen Tisch in einer nahegelegenen Pizzeria reserviert. Als sie uns später bittet, bei der Rückkehr möglichst leise zu sein, blicken wir etwas irritiert auf die laufende Hochzeit und den achtzehnten Geburtstag, die sich gerade lautstark auf dem Gelände entfalten.

Zwei Stunden später ist das Rätsel gelöst. Die Gäste sind verschwunden. Die Musik verstummt. Und das gesamte Anwesen liegt plötzlich still da. Hier geht man offensichtlich auch nach dem Feiern früh ins Bett. Nur einige Teenager sitzen noch kichernd am Pool. Auch wir fallen wenig später zufrieden ins Bett.

Wildpferde in den Abruzzen

Auf dem Dach der Welt

Am nächsten Morgen ändern wir spontan unsere Route. Statt der Autostrada Adriatica folgen wir einem anderen Ruf. Dem der Berge. Genauer gesagt dem Monte Sibillini. Eine Region, die den Dalai Lama einst an Tibet erinnert haben soll. Das genügt, um unsere Neugier zu wecken. Kurvenreiche Straßen führen uns durch die Ausläufer der Abruzzen. Die Landschaft wird immer grüner, immer wilder und immer einsamer.
Schließlich erreichen wir Castelluccio. Die berühmte Blüte hat zwar noch nicht begonnen, doch die Hochebene zeigt sich bereits in sattem Grün. Halbwilde Pferde grasen vor den Bergen, die Luft ist glasklar und das Licht besitzt eine Transparenz, die ich so noch nie erlebt habe. Alles scheint zu leuchten. Die Berge. Die Wiesen. Die Wolken. Selbst die Pferde. Und obwohl die Aussichtspunkte längst nicht so überlaufen sind wie im Sommer, bleiben wir immer wieder stehen und genießen die Weite.

Die Narben der Abruzzen

Je tiefer wir in die Bergregionen vordringen, desto sichtbarer werden jedoch auch die Folgen der Erdbebenserie von 2016. Viele Orte tragen ihre Narben bis heute. Besonders deutlich wird das in Norcia. Die gesamte Altstadt gleicht einer riesigen Baustelle. Gebäude werden restauriert, Plätze erneuert und historische Fassaden gesichert. Erst hier wird uns bewusst, wie gewaltig die Zerstörung gewesen sein muss. Was in den Medien längst verschwunden ist, bestimmt hier noch immer den Alltag.

Ein örtlicher Geschäftsmann erzählt uns, dass viele Orte bis heute nicht wieder ihre frühere touristische Bedeutung erreicht haben. Umso wichtiger erscheint es uns, diese Region zu besuchen. Denn trotz aller Herausforderungen bleibt sie wunderschön.

Toskana in Reinform

Nach unserer Tour durch die Abruzzen kommen wir im Abendleuchten in unserer Herberge La Fonte del Machiavelli, südlich von Florenz, an. Nach einem Spaziergang durch die Weinfelder essen wir im urigen Il Borgo Machiavelli, wo einst schon der Namenspatron eine Zeit im Exil verbracht hat. Ob er wohl am Leben Tisch wie wir in der kleinen Nische an der Tür gesessen und ebenso wie wir ein riesiges Rinderkotlett vom Knochen geknabbert hat? Wer weiß …

Wie auch immer – es ist unser letzter Abend, auf dem Rückweg blinken die Glühwürmchen und am nächsten Morgen geht es wieder über die Schweiz zurück nach hause . Schade! Aber zuhause ist es ja auch schön. Und den Frühling? Den bringen wir einfach mit …

1000 Trullis in allen erdenklichen Formen in Alberobello

Was vom Salento bleibt

Als wir schließlich wieder zuhause ankommen, begleitet uns das Gefühl noch eine ganze Weile. Natürlich wurden wir vor der Reise oft gefragt, ob man bei einer Workation überhaupt zum Arbeiten kommt. Nach fünf Wochen lautet meine Antwort ganz klar: Ma certo. Und zwar erstaunlich gut.

Tatsächlich habe ich sogar das Gefühl, produktiver gewesen zu sein als zuhause. Neue Landschaften, neue Menschen, neue Gerüche, neues Essen und neue Perspektiven wirken offenbar inspirierender als jedes Motivationsseminar. Die viel zitierte italienische Gelassenheit hat dabei übrigens nicht dazu geführt, dass wir weniger gearbeitet hätten. Im Gegenteil. Sie hat uns eher gezeigt, dass produktives Arbeiten und Lebensqualität kein Widerspruch sein müssen.

Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Erkenntnis dieser Reise. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum mich die Gedanken noch immer zurück an die Klippen von Marina di Novaglie, auf die Dachterrasse in Gagliano führen …